Der Regen hat aufgehört und so können wir unsere Fahrt am 12. Tag fortsetzen. Nach den stürmischen Tagen ist die Luft frisch und klar, was uns die perfekte Gelegenheit bietet, die Schönheit der Natur um uns herum zu genießen. Das kleine, verschlafene Städtchen Rasiglia, das einst von der Weberei lebte, ist ein verstecktes Juwel in den Hügeln. Die zahlreichen Mühlen, die durch die vielen Bäche im Dorf angetrieben wurden, zeugen von einer Zeit, als das Wasser eine zentrale Rolle im Leben der Dorfbewohner spielte. Heute lebt hier nur noch eine Handvoll Menschen, die den Charme und die Ruhe dieses idyllischen Ortes bewahren. Es ist ein sehr malerischer Ort, der von der Natur umgeben ist und zum Verweilen einlädt. Wir setzen unsere Reise fort und erreichen den Fiastrasee, wo wir auf dem Campingplatz R&B Camping übernachten. Die Aussicht auf den glitzernden See ist atemberaubend, auch wenn der Campingplatz selbst etwas einfach ist. Nach dem Regen radeln wir durch tiefste, unheimlich wirkende Wälder, die von hohen Bäumen und dichtem Unterholz geprägt sind, zu den „Lame Rosse“ (die roten Blätter). Diese beeindruckenden Bergformationen gehören zu den Sibillinischen Bergen und wurden über Jahrmillionen von Regen, Wind und Schnee geformt. Ihre rötlichen Farben und die einzigartigen Formen erinnern an die Sandformationen in Frankreich, jedoch mit einem ganz eigenen, faszinierenden Charakter.Am Abend machen wir es uns vor unserem Wohnmobil gemütlich. Die kühle Brise bringt den Duft von frischem Gras und feuchter Erde mit sich, während wir den Sonnenuntergang beobachten. Sogar die Sonne blinzelt ab und zu heraus, als wollte sie uns ein Zeichen geben, dass der Tag sich dem Ende neigt. Wir genießen die Ruhe der Natur und die Gesellschaft der wenigen anderen Camper, die ebenfalls die friedliche Atmosphäre schätzen. Es ist ein perfekter Abschluss eines erlebnisreichen Tages in dieser wunderschönen Landschaft.

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