Wir sind am 42. Tag unserer Reise und schon ganz gespannt, wie dieser beeindruckende Canyon Lumbier sein wird. Während wir in der Schlucht entlanggehen, kreisen über uns die majestätischen Bart- und Gänsegeier. Die Landschaft ist atemberaubend, mit steilen, senkrechten Kalksteinfelsen, die sich in Höhenlagen von 150 bis 400 Metern erheben. Diese Naturwunder muss man einfach gesehen haben. Zur Mittagszeit setzen wir unsere Reise fort und fahren nach Tiermas, wo wir das verlassene Dorf ansehen. Hier wurden beim Bau des Stausees einige Ortschaften geflutet, was eine traurige, aber faszinierende Geschichte erzählt. Oberhalb von Tiermas sieht man noch die Überreste einer Ortschaft, die ebenfalls in diesem Zuge verlassen wurde. Es wird erzählt, dass bei Niedrigstand des Stausees die Dörfer wieder zum Vorschein kommen, was sicher ein eindrucksvolles Bild der Vergangenheit bietet. Nach unserem Aufenthalt in Tiermas fahren wir weiter nach Jaca, wo wir unseren Stellplatz für die Nacht ansteuern. Die Stadt selbst ist nicht sonderlich schön, aber wir beschließen, die Zitadella von Jaca zu besichtigen, die auch als „Castillo de San Petro“ bekannt ist. Diese beeindruckende Befestigungsanlage hat die Form eines Fünfecks und bietet einen faszinierenden Einblick in die militärische Architektur vergangener Zeiten. Besonders beeindruckend sind die nachgestellten Miniatur-Feldzüge, die die strategischen Überlegungen und die Geschichte der Region lebendig werden lassen. Es ist ein lehrreicher und spannender Tag, der uns viele Eindrücke und Erinnerungen beschert.

Schreibe einen Kommentar